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Titelgrafik Open Data Sachsen
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Projekt »Open Government Data«

Ziel des Projektes "Open Government Data" ist es, die Transparenz staatlichen Handelns zu erhöhen, indem mehr Daten aus den staatlichen Bereichen publiziert werden. Soweit die Daten keinem besonderen Schutz unterliegen und ein Nutzungssinteresse zu erwarten ist, besteht auf Grund des E-Government Gesetztes die Pflicht, die Daten maschinenlesbar zu veröffentlichen. Der ressortübergreifende Lenkungsausschuss IT und E-Government unter Vorsitz des Sächsischen Chief Information Officers, Staatssekretär Dr. Wilhelm, hat die Ressorts einstimmig gebeten, die Ressorts zu bitten, die im Koalitionsvertrag und in der Strategie für IT und E-Government verankerten Ziele zur Bereitstellung offener Verwaltungsdaten über ein Open-Data-Portal aktiv zu unterstützen.

Datenbestände

Verfügbare Datenbestände des Freistaats Sachsen

Wo können Sie schon jetzt Daten der sächsischen Verwaltung finden?

Daten verwenden

Offene Daten verwenden

Beispiele und Geschäftsmodelle für die Weiterverwendung offener Daten.

Nutzergruppen

Nutzergruppen

Sieben typische Nutzer (Persona) von offenen Verwaltungsdaten!

Die Projektleitung für den Aufbau des zentralen Open Data Portals für den Freistaat Sachsen unterstützt mit der zentralen Lösung die Behörden dabei, diese Vorschriften zu erfüllen. Sie ist im Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste angesiedelt.

Über das Open Data Portal werden auch andere Open Data Kataloge auf nationaler und europäischer Ebene, insbesondere GovData.de - das Datenportal für Deutschland, auf diese Daten zugreifen. Beim Staatsbetrieb ist dementsprechend auch die sächsische Kontaktstelle für Govdata.de angesiedelt. In einem ersten Schritt wurden für die Umsetzung der Pflichten aus § 8 SächsEGovG Handlungsempfehlungen hinsichtlich der zu verwendenden Dateiformate, der Bereitstellung von Metadaten und der Nutzungsbestimmungen entwickelt. Der Freistaat orientiert sich beim Aufbau des Portals an internationalen Best Practices, wie sie z.B. vom europäischen Netzwerk Share-PSI 2.0 entwickelt werden.

Das Informationsportal opendata.sachsen.de dient dem Dialog mit Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Hintergrund

Grundlage des Projektes sind die folgenden politischen und gesetzlichen Maßgaben:

  • Der Freistaat Sachsen erhöht die Transparenz staatlichen Handelns, indem er mit einem Open Data Portal mehr Daten aus den staatlichen Bereichen öffentlich macht.
    (Koalitionsvertrag)
  • Dazu veröffentlichen die Behörden des Freistaates Sachsen langfristig ihre Daten, soweit die Daten keinem besonderen Schutz unterliegen und ein Nutzungsinteresse zu erwarten ist.
    (E-Government-Strategie des Freistaates Sachsen)
  • Die Daten sind in offenen, maschinenlesbaren Datenformaten bereitzustellen. Die Bereitsteller sollen zugleich einem zentralen Open Data Portal Informationen zugänglich machen, die Inhalte und Eigenschaften der Daten beschreiben und es ermöglichen, die Daten zu ermitteln und zu nutzen.
    (§ 8 SächsEGovG)

Die öffentliche Bereitstellung von Daten der Verwaltung zur Weiterverwendung und Weiterverbreitung (Open Government Data oder kurz Open Data), entweder in Form von maschinenlesbaren Rohdaten oder adressatengerecht aufbereitet, ist eine wesentliche Grundlage für die Umsetzung aller Teilaspekte des Open Government: Transparenz wird erhöht, Teilhabe ermöglicht und Zusammenarbeit vereinfacht.

Auch die Wirtschaft wird gefördert, da neue Wertschöpfungsketten auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten entstehen können. Dabei ist nicht zwingend von völlig freier Nutzung der Daten auszugehen. Auch Daten, die einschränkenden Nutzungsbedingungen unterliegen oder kostenpflichtig sind, können einbezogen werden und – mit diesen Einschränkungen – zu offenen Verwaltungsdaten zählen. Personenbezogene sowie aus anderen Gründen schutzwürdige Daten (z. B. § 30 der Abgabenordnung – Steuergeheimnis) sind dagegen ausgeschlossen.

Open Data ist ohne den Einsatz spezifischer IT nicht realisierbar. Entsprechende Lösungen müssen sowohl die effiziente technische Bereitstellung der offenen Verwaltungsdaten als auch die Suche nach diesen Daten ermöglichen. Auch der Zugang mittels mobilen Endgeräten zur Recherche und zu den Daten wird zunehmend erwartet. Für die effektive Suche ist die Erfassung und laufende Aktualisierung von Informationen über die Daten (Metadaten) notwendig, insbesondere Informationen zu Art, Herkunft, Aktualität und Verfügbarkeit. Mit dem Geodatenportal werden raumbezogene Daten der sächsischen Verwaltung bereits umfangreich veröffentlicht. Künftig soll neben der Suche dort und in bestehenden Fachportalen, wie dem Sachsen Portal U, auch eine übergreifende Recherchemöglichkeit im Gesamtbestand der sächsischen offenen Verwaltungsdaten angeboten werden. Diese soll mit der im o. g. Projekt des IT-Planungsrates ebenenübergreifend konzipierten Recherchefunktion kompatibel und in diese integrierbar sein. Hierfür wird ein sächsisches Open Government Data Portal implementiert. Eine weitere wesentliche Voraussetzung ist die einheitliche Definition und Handhabung der Metadaten.

Die Umsetzung dieses strategischen Ziels steht vor dem Hintergrund der maßgeblichen Rechtsgrundlagen. Bezüge bestehen zudem zur Open Data Strategie der EU-Kommission, die auf EU-weit gleiche Bedingungen für die Bereitstellung offener Daten abzielt, sowie zur Richtlinie 2013/37/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Änderung der Richtlinie 2003/98/EG über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors.